EXXplore
Geophysik
Bohrlochgeophysik

Wir bietet als Dienstleistung die Durchführung von Erkundungen mit Hilfe der Bohrlochgeophysik in verrohrten und nicht verrohrten Bohrlöchern an. Die Messdurchführungen sind schwerpunktmäßig im Bereich der Brunneninspektion von Grundwasserexplorationen angesiedelt.

Die Firma verfügt über einen Messwagen mit der Möglichkeit des Sondeneinsatzes sowie einer digitalen Messeinheit und einer speziellen Windentechnik der Firma GEOCOM GmbH, Celle. Mit dem digitalen Messsystem DS-12 ist eine analoge und digitale Aufzeichnung der Bohrlochmessungen möglich. Die Besonderheit besteht darin, dass in den Sonden AD Umwandler eingebaut sind, die vom Messgerät DS-12 angesteuert und verwaltet werden können.

Ein IBM Messrechner dient zur Aufzeichnung der Daten im API - Format. Die Auswertung der Mess-Daten durch geschulte Mitarbeiter erfolgt mit Hilfe der Software WELLCAD. Das RECHTE Bild zeigt einen Messwageneinsatz:

Zur Stromerzeugung dient im Gelände ein Stromgenerator. Die Winden (Abb. 1: Nr. 3.) für 1.200 und 300 Meter Bohrlochmessungen sind im Messwagen fest installiert. Ein Motor unterstützt das Auf- und Abfahren des stahlummantelten Messkabels (Abb. 1: Nr. 2.) für die Sonden (Abb. 1: Nr. 1.). Dieses einadrige Messkabel unterstützt neben der starken Zugkraft als mechanisches Seil die Übertragung der Messdaten aus den Messsonden zur Messeinheit (Unit, Abb.1: Nr. 4). Wie in der Abbildung 1 gezeigt, wird das Kabel entlang einer lotgerechten Vorrichtung ins Bohrloch geführt. Jede Sonde wird mit Abstandshaltern mittig ins Bohrloch abgeteuft.

Vor Beginn jeder Messung müssen immer zuerst Kaliber-, Temperatur- und Orientierungsmessungen, sowie Messungen der natürlichen Gammastrahlung durchgeführt werden.

Folgende Messsonden sind im Messsystem enthalten und werden gezielt zur Lösung spezieller Aufgabenstellungen herangezogen:

1) Sonden zur Messung von Orientierung und Bohrlochgeometrie:
Die Neigungs- und die Kalibersonde (Abb. 2) werden bei jeder Bohrlochgrundmessung zur Ermittlung der Orientierung der Sonden bezogen auf das Erdmagnetfeld (Azimuth/Inklination) und für die Beschreibung der Bohrlochbeschaffenheit (Ausbrüche) eingesetzt:

2) Sonde zur Ermittlung der natürlichen Gammastrahlung im Grundwasser- und Umweltbereich ("Gamma-Sonde")
Die Sonde trifft quantitative Aussagen über den Wasserhaushalt und dient zur Kalibrierung von Widerstandsmessungen. Über einen kombinierten Einsatz mit anderen Sonden erfolgt die Bestimmung des Salzgehaltes des Grundwassers im Aquifer. Widerstandsmessungen runden diese Kombination gezielt ab.

3) Sonde zur Temperatur-/Salinitätsmessungen, sowie Sonden zur Bestimmung von Fließbewegungen und Probennahmen
Der Einsatz der unter 2) angegebenen Sonde ist in Kombination mit der Salinitäts- und Temperatursonde (Abbildung 4) besonders wichtig und effizient für eine quantitative Aussage über den Salzgehalt des Grundwassers im Brunnenbereich. Durch Einsatz einer Flowmetersonde wird das Vorhandensein von vertikalen Grundwasserbewegungen zwischen vorhandenen Aquiferschichten nachgewiesen. Die Kombination der drei Sonden für Salinitäts-/Temperatur-, Widerstands- und Flowmetermessungen schafft die Möglichkeit, durch die Ermittlung der Grundwasserbewegungen und des Salzgehaltes, die Nutzung des Brunnens für den Trinkwassergebrauch zu quantifizieren. Eine 2 Liter-Probennahme pro Messfahrt ermöglicht eine weitere hydrogeochemische Untersuchung des Grundwassers

4) Sonden zur Widerstandsmessung im unverrohrten bzw. kunststoffverkleideten Bohrloch
Wir bietet mit dem in der Abbildung 1 dargestellten bohrlochgeophysikalischen Messsystem drei ausgewählte Widerstandsmessungen an. Diese Messungen können nur in nicht verrohrten bzw. kunstoffverrohrten Bohrlöchern oder Brunnen mit einem Durchmesser von 2 - 28 inch durchgeführt werden. Die Sonden können zur qualitativen Ermittlung der Beschaffenheit der Filter im Grundwasserbrunnen herangezogen werden. Des Weiteren können mit ihrer Hilfe Aussagen über die Beschaffenheit der Bohrlochwand im Bereich des Aquifers getroffen werden. Das Verfahren der Eigenpotentialmessung dient zur Ermittlung von Schichtgrenzen von tonigen zu sandigen Gesteinsschichten. Somit ist eine schnelle Bestimmung der Schichtgrenzen zwischen wasser- führenden (Aquifer) und wasser-stauenden Schichten herangezogen. Diese Messung können darüber hinaus zur Abgrenzung des Filterbereiches in Grundwasserbrunnen genutzt werden.

Stellvertretend für Widerstandsmesssonden sind in der Abbildung 4 typische Beispielsonden dargestellt

Bezogen auf Ihre speziellen Anforderungen bezüglich der Messungen und deren Auswertung, erfolgt durch die bohrlochgeophysikalische Auswertung der Messdaten unter Nutzung der digitalen Software WELLCAD.

Die Ausgabe der Ergebnisse erfolgt in einem für Sie bequemen Kompaktpaket auf CD bzw. DVD.

Bohrlochgeophysik

  • Bohrlochgeophysik bis 1100 m Tiefe ( Flachbohrbereich) System GEOCOM Digital S
  • Gammalog( GRL )
  • Eigenpotential( SP )
  • Widerstände große und kleine Normale( RES )
  • Widerstände mit fokussierter Potentialsonde( FEL )
  • Kalibermessung 4-Arm( CAL )
  • Temperatur( TEMP )
  • Salinitätsmessung( SAL )
  • Flowmetermessung( FLOW )
  • Neigung- und Orientierung Multishot
  • Probenahme 2l
  • Auswertungssoftware Wellcad

Messwageneinsatz Abbildung 1 Abbildung 2 und 3 Abbildung 4